Österreichs Innovationsmotor läuft wieder spürbar schneller: Der Jahresbericht 2025 des Österreichischen Patentamts (ÖPA) zeigt einen klaren Aufwärtstrend bei Schutzrechtsanmeldungen – siehe auch Teil 1 des GEISTWERT-Kommentars/Blogs.
Direkt zum Bericht: Jahresbericht 2025 – Österreichisches Patentamt
Digitalisierung & Verfahren: Neue Plattformen, internationale Beschleunigung
Ein zentrales 2025-ÖPA-Thema war die Modernisierung der Online-Anmeldewege: Seit Juli 2025 läuft die Anmeldung von Patenten und Gebrauchsmustern über Online Filing Patent, inkl. Anmeldung via ID Austria. Die Plattform wurde laut ÖPA-Bericht gemeinsam mit dem Europäischen Patentamt (EPA) und weiteren nationalen Ämtern entwickelt. Beim Beschleunigungsinstrument PPH eXtra nennt der Bericht Österreich seit 2025 als erstes europäisches Land in dieser Initiative (gemeinsam mit China, Japan, Südkorea und den USA). Auch die Online-Anmeldungen für Marken und Designs wurden 2025 modernisiert (Kooperation mit EUIPO) – inklusive automatischer Fast-Track-Erkennung, erhöhter IT-Sicherheit sowie barriereärmeren Eigenschaften (responsive, Screenreader-freundlich).
Ausblick 2026: Datenbank, KMU-Förderung, Patentrechtsnovelle
Für 2026 kündigt der ÖPA-Bericht u. a. eine überarbeitete Version der see.ip-Datenbank an (moderner Look, einfachere Bedienung).
Die KMU-Förderung wird thematisiert: Unternehmen können sich laut Bericht auch 2026 bis zu 75 % der Kosten für Patent-, Marken- und Designanmeldungen zurückholen (Unterstützung vom EUIPO).
Weiters nennt der ÖPA-Bericht die Patentrechtsnovelle 2026, die Verfahren und Services einfacher/schneller machen und die Internationalisierung erleichtern soll.
Der ÖPA-Bericht greift außerdem die Debatte „geistiges Eigentum als Vermögenswert“ auf: Künftig sollen selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wie Patente bilanziell besser abbildbar werden; außerdem werden Optionen zur Kreditbesicherung mit Patenten angesprochen.
GEISTWERT-Kommentar: Das ist für innovative Unternehmen besonders relevant: Wenn IP bilanziell und finanzierungsseitig stärker „sichtbar“ wird, steigt der Wert sauberer Ketten (Inhaberschaft, Arbeitnehmererfinderrecht, Lizenzketten) und belastbarer Dokumentation.