JUVE Bericht über GEISTWERT – IP/IT: Erfahrene Großkanzleipartner gründen spezialisierte Boutique

Im September geht unter dem Namen Geistwert eine auf IP- und IT-Recht spezialisierte Boutique an den Start. Dafür haben sich in Wien Anwälte namhafter Kanzleien zusammengefunden: Dr. Rainer Schultes (40) und Juliane Messner (31) von Taylor Wessing enwc, Constantin Kletzer (42) von Fiebinger Polak Leon & Partner, der Leiter der IP-/IT-Praxis von Baker & McKenzie Diwok Hermann Petsche, Alexander Schnider (38), sowie Dr. Max Mosing (38), Equity-Partner bei Gassauer-Fleissner. Er stößt zum Oktober hinzu.

In fachlicher Hinsicht sollen Fragen rund um IP und Technologie im Fokus der neuen Einheit stehen, inklusive eines Schwerpunkts im Litigation-Bereich.

Die Anwälte kennen sich seit vielen Jahren, vielfach standen sie sich in der Vergangenheit auch in Verfahren gegenüber. Zudem ist ihnen gemein, dass sie alle – bis auf Messner – in ihrer Vergangenheit mit Dr. Christian Gassauer-Fleissner zusammengearbeitet haben. Dieser war 2002 als Partner aus der DLA Piper Weiss-Tessbach-Vorgängerkanzlei ausgeschieden und hatte mit einigen anderen Partnern die heute ebenfalls vor allem für IP bekannte Wiener Kanzlei Gassauer-Fleissner gegründet.

„Zusammengeführt hat uns die fachliche, aber auch die persönliche Ebene“, sagte Schultes. Er kam 2008 von Gassauer-Fleissner zu enwc, heute Taylor Wessing enwc, wo er 2012 Salary-Partner wurde, und baute dort seitdem eine anerkannte Patentpraxis inklusive Litigation-Expertise auf. Öffentlich bekannt ist, dass Taylor Wessing unter anderem Ratiopharm und Teva zu ihren Mandanten zählt. Zudem hat Schultes, ebenso wie die nun mit ihm wechselnde Messner, einen gewissen Fokus auf der Beratung italienischer Unternehmen. Messner kam 2011 von Weber Maxl als Junior-Partnerin zu Taylor Wessing und steht daneben für die umfassende Beratung von Start-ups, die auch gesellschaftsrechtlich betreut werden sollen, sowie die Begleitung von Transaktionen mit einem IP-Schwerpunkt, vor allem im Pharmasektor.

Auch Kletzer bringt viel Erfahrung bei Transaktionen inklusive der Übernahme großer Markenportfolios mit. Bekannt ist er jedoch insbesondere für seine Prozesstätigkeit, so vertrat er etwa den Personaldienstleister Manpower bei der Durchsetzung der Marke in Österreich. Daneben verfügt er über spezielle Expertise im Urheberrecht. Er kam 2001 als Rechtsanwaltsanwärter von Weiss-Tessbach zu FPLP und war 2010 dort zum Partner ernannt worden.

Schnider hat ebenfalls als Rechtsanwaltsanwärter in der Praxisgruppe IP/IT bei Weiss-Tessbach gearbeitet, ehe er sich Wolf Theiss anschloss. Von dort war er erst im Dezember 2012 zu Baker & McKenzie gestoßen, um die Expertise des Wiener Büros zu verbreitern, die bis dato im Gewerblichen Rechtsschutz und im Immaterialgüterrecht lag. Schnider ist auch in der Beratung zu Informationstechnologien und im Patentrecht erfahren.

Mosing begann seine Anwaltskarriere als Rechtsanwaltsanwärter bei Gassauer-Fleissner, ehe er 2006 als Anwalt eingetragen wurde. 2009 nahm ihn die Kanzlei als Partner auf. Er hat einen Schwerpunkt in der marken-, wettbewerbs- und urheberrechtlichen Beratung im Technologiebereich und berät regelmäßig auch im IT-Recht. Auch er bringt viel Prozesserfahrung mit, unter anderem vertrat er Flügel Nederland in diversen Markenverletzungsprozessen gegen Red Bull.

Zunächst gehören keine Substituten oder Konzipienten zum Startteam. Jedoch wird sich eine nicht-anwaltliche Mitarbeiterin um die Markenverwaltung kümmern. Sie war bereits für Wolf Theiss tätig und wechselt nun mit Schnider von Baker & McKenzie. (Geertje de Sousa)

Siehe JUVE Bericht.

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